7. März 2016

Hätte, hätte, Fahrradkette!

Nichts - Niente - Nada - Nothing

Ich habe es geschafft – trotz Vorankündigung, meine Erfahrungen aus dem Theaterbereich mit euch zu teilen, um für den Karneval gewappnet zu sein und meinem großen Bedürfnis, den lustigen bunten Bonbonwerfern einfach stoisch zu ignorieren – genau das zu tun:

Ich habe nicht gebloggt – nichts – niente – nothing – nada!

Weniger, um Mr. Anti-Alaaf zu promoten, sondern, weil ich wirklich wirklich tief in Kostümen und Tiermasken vertieft war und mir so manche Nacht um die Ohren geschlagen habe… bis ich eigentlich fertig war, nur noch das schnell überarbeiten…. oder jenes doch noch schnell zu optimieren…. und dann musste doch noch etwas repariert werden… - wie das eben so ist!

Stolz

Es war aber genauso bereichernd, wie stressig und es ist ein tolles Stück geworden, das allen viel Spaß gemacht. 
Und ich bin stolz! 
Auf das, was ich geschafft habe. 
Auf meine Tochter, die wunderbar gespielt hat (so überzeugend, dass es aahs und ooohs und …. ohje, ein weinendes Kind gab, nach einer „Prügelszene“ ;) … huch).
Auf die ganzen kids in der Klasse, die ein richtig gutes Stück auf die Bühne gestellt haben und sogar gesungen haben.
Ich bin immer wieder hellauf begeistert, was unsere "Kleinen" können, wenn man sie lässt... und vielleicht auch manchmal ein bisschen antreibt.

Produktivität

Wie das so ist im Kreativprozess, sind die anfänglichen Ideen anders, als das Endprodukt – so habe ich drei Tigermasken gemacht und dann wurde doch das Gesicht geschminkt, dafür war ich stundenlang mit 20 Paar Affenohren an der Nähmaschine gefesselt – kein Wunderwerk der Kreativität, aber zeitraubende Fließbandarbeit.

Zwischendurch hatte ich aber auch etwas Hilfe und ein paar sehr lustige, schöne Stunden mit anderen Mamis beim Elefantenmasken basteln.

Inspirationen

Nun kann ich euch leider nicht mehr für Karneval inspirieren und bis zum nächsten Jahr warten mit meinen Ergebnissen, ist auch zu weit hin. Deshalb als Resümee nun ein paar Impressionen aus den vergangenen Wochen – so als Beweis, dass ich nicht untätig den Blog vernachlässigt habe….

Vielleicht könnt ihr ja doch inspirativ für eure nächste Maskerade etwas mitnehmen!
Einiges an Inspirationen habe ich mir natürlich auch im Netz abgeschaut und Pinterest war mal wieder ein Quell an Ideen - wer mag, kann sich gerne mal auf meiner Theater-Pinwand oder den anderen Boards umschauen.


Ein paar Tipps und Einblicke


Für größere Pappmachee-Masken, benötigt man erstmal ein "Gerüst".
Dazu habe ich dicken Draht für die grobe Form genommen und dann das ganze mit Pappstreifen geformt, bevor das eigentlich Pappmaschee dran kam.

Der Kleister sollte nicht zu wässrig sein. Ich habe zwei Portionen Kleister zu einer Portion Wasser gemischt. Das ist sehr breiig, aber hält sehr fest udn trocknet schneller.
Es gibt auch Pappmaschee-"Matsche", die man sogar schleifen und schneiden kann, wenn sie getrocknet ist, aber das Zeug ahbe ich nur einmal ausprobiert und als "gesundheitsgefährdent" eingestuft.
Es staubt beim anrühren extrem und für die perfekte standahfte Mixtur bedarf es sehr viel Feingefühl. Für Arbeiten mit Kindern gänzlich ungeeignet, zumal es auch mindestens 1-2 Tage vorher schon angerührt werden muss.

Angemalt habe ich die Masken mit normaler Acrylfarbe.

Am Bühnenbau war ich nicht beteiligt, außer ein paar Aufgaben zu verteilen ;).


Dafür war meine komplette Wohnung in eine Werkstatt mutiert, inklusive Federn und Fell an allen mögichen und unmöglichen Orten.

Die Ohren habe ich ebenfalls zuerst aus Draht geformt und dann Fell und Stoff mit der Heißklebepistole befestigt.

Ein paar simple Masken mussten auch "nur" bemalt werden.

Die größte Herausforderung stellten die Elefantenmasken dar, da die Kinder ja unter den Masken auch "zu hören" sein mussten.
Auch hier wieder viel Draht. Und damit die Ohren schön schlackern, wurde der Draht dort nur mit Stoff umnäht.
Für einen guten Halt und damit es nicht zu sehr drückt, sind die Masken innen noch mit Schaumstoffstreifen ausgepolstert worden.

20 Paar Affenohren  - hier ein Probeteil an mir ;) - einfache Stirnbänder.


Und zum Schluss habe ich noch schnell Wolfsmasken zu den Ohren gebastelt.

Die ist nur ein teil, der Dinge die ich gewerkelt habe, den Rest habe ich schlichtweg vergessen, zu fotografieren.

Wenn man nicht gerade in großen Mengen arbeiten muss, macht das ganze auch viel Spaß und geht relativ schnell - also versucht es ruhig einmal - mit Draht und Pappmaschee kann man so tolle Dinge zaubern!!!