6. Dezember 2016

IST-Stand und Männerschnupfen

Tastaturtasten

Irgendwie bekomme ich zurzeit nicht die Bloggerkurve – ich habe schon einige Posts geschrieben – aber nur im Kopf – an die Tatstatur habe ich es noch nicht wirklich geschafft.



Am Anfang – also seitdem ich aus dem Krankenhaus wieder Zuhause bin – klappte das noch nicht so gut mit meinem Arm. Denn nach drei OPs und zweimal Wundheilstörung und dementsprechend den Arm für über 2 Monate stillhalten müssend, ist nicht nur meine Muskulatur quasi nicht mehr vorhanden, inzwischen bin ich aus dem „schreiben“ auch einfach raus.

Ich muss mich nun also an allem langsam wieder herantasten – auch an die Tatstatur.

Ist-Stand

Erst einmal mein Ist-Stand – ich bin erkältet… ich habe Männerschnupfen – nicht ganz richtig, ich bin schon wirklich sehr heftig erkältet, aber meine Tochter meinte, dass Krebs, 3 OPs und ständige Komplikationen mich kalt gelassen hätten, aber zwei Tage Schnupfen und Hustenreizanfälle, mich zu einem Jammerlappen gemacht hätten. Ich lass das mal so stehen…

(... lustig - genau diese Socken habe ich gerade während des Postingsschreiben auch an - Knutscha an Uschi)

Ich finde Erkältungen einfach blöd und hasse es, wenn ich nichts riechen kann.

Dicht

Der andere Ist-Stand – ich bin dicht!

Anders ist es nicht auszudrücken.

Seit ein paar Wochen habe ich keine Löcher mehr am Körper, die dort nicht auch hingehören.
Ich habe zwar noch immer übertriebene Horrorvorstellungen von aufreißenden Narben, wenn ich einen Hustenanfall habe, aber das ist wohl nur meinem phantasievollen verschleimten Hirn zu verdanken – Gott sei Dank!
Die Schmerzen halten sich in Grenzen, aber ich bin froh, wenn ich nicht mehr im Sitzen schlafen muss (also halb aufgerichtet, damit kein Zug auf die Naht kommt) und ich vielleicht irgendwann einmal wieder in ein paar Monaten, mich auf die Seite drehen kann im Bett. Ansonsten nehme ich jetzt auch das Tamoxifen – das viele Brustkrebspatienten nehmen und warte noch auf dessen Nebenwirkungen – falls es überhaupt wirkt bei meinen Leberproblemen – aber das ist ein anders Thema.



Vorbei ist der Heilungsprozess noch nicht mit Physiotherapien, Lymphdrainagen und anderen abklärenden Untersuchungen. Aber wenn man einmal Krebs hatte, ist das ein ewig begleitendes Thema, nun einmal mehr…

Von Spülmaschinen und Engeln

Ich bin noch immer stark eingeschränkt indem, was ich machen kann, da mein Arm durch die Naht und die ganzen Komplikationen nicht belastbar und stark bewegungseingeschränkt ist - Spülmaschine einräumen geht inzwischen – Autofahren wird wohl noch eine Weile dauern.

Meine Mama ist mal wieder wie ein wirbelnder Schutzengel unterwegs und macht alles für mich und meine Familie – ich habe unfassbares Glück mit meiner Familie, dass hier trotz aller Widrigkeiten alles so gut läuft.

An dieser Stelle ein dickes DANKE vor allem an meine Mama!

Blog und Krebs

Nun ja, das Krebsthema wird dem Blog noch eine Weile erhalten bleiben – ich weiß zwar nicht, ob so kurz vor Weihnachten jemand überhaupt etwas davon hören will, aber so ist es nun mal…

(Die Patchworkdecke macht mich nun Zuhause glücklich - auch wenn es ein Tröster... oder besser ein Arschtritt von der lieben Simonee/Pamamone ist - fettes Danke...!!!)

Zumindest kann ich die Weihnachtszeit genießen und hoffe, dass es euch auch so geht!

Genießt die Lichter, das Funkeln und die Weihnachtsdüfte (vor allem die Düfte für mich mit, da ich ja nichts riechen kann!) und habt euch alle lieb!!!