14. September 2016

Fuck Cancer - Krebs hoch3 - Brustkrebs Diagnose


„Es tut mir leid, es ist doch nicht so harmlos, wie wir dachten, es ist leider ein Brustkrebs!“

Eigentlich hätte ich nicht damit gerechnet, das mal zu hören, denn in meiner Familie gab es bisher keinen mir bekannten Brustkrebs.

Nicht, dass ich nicht noch einmal damit gerechnet habe, dass ich Krebs bekomme – nachdem ich 2009 ja bereits Bauchspeicheldrüsenkrebs hatte und 2012 von diesem Metastasen in der Leber hatte, rechne ich immer wieder, dass das Arschloch (!) wieder kommen kann – Brustkrebs hatte ich nicht auf dem Schirm.
Aber leider schützt eine Krebsart nicht davor, auch noch einen anderen Krebs zu bekommen.

Deshalb war ich bei der Diagnose mehr überrascht als geschockt.

Mal wieder ist das Glück mit mir, denn bei normalen Untersuchungen war meine Brust unauffällig.
Ich habe eine sehr zystische und gewebereiche Brust und mit meiner Krebsvorgeschichte sind die meisten Ärzte besonders Aufmerksam bei mir – ich übrigens auch.



Das ist wohl ganz gut so, dass ich auch bei kleinsten Knubbelchen mal eben das ganze von der Gynäkologin abchecken lasse.

Beim Duschen hatte ich drei Knötchen getastet, die ich noch nicht kannte, so dass ich mir direkt einen Termin bei meiner Gyn hab geben lassen.
Im Ultraschall sah dann ein Knoten nicht nach Zyste aus und um sicher zu gehen, schickte mich meine Gyn zur Senologie, die mich schon von ein paar anderen Zystenintermezzos kannten.
In der folgenden Mammographie konnte auch nichts wirklich festgestellt werden, allerdings wurde, um sicher zu gehen, eine Biopsie gemacht.

Das Ergebnis: Brustkrebs!

Es folgten MRT, CT, Szintigraphie und eine weitere Biopsie, die zeigte, dass zwei weitere Herde bereits in der Brust sind.

Wenn ihr das hier lest, bin ich vermutlich im Krankenhaus und wenn ich wieder nach Hause komme, habe ich eine Brust weniger und hoffentlich wieder ein bisschen mehr Leben gewonnen.
Wie es mit der folgenden Therapie ausschaut, weiß ich erst, wenn alle Ergebnisse auch die von der OP zusammen gekommen sind.

Es scheint nicht der aggressivste Krebs zu sein und auch noch nicht ganz so fortgeschritten, so dass alles ganz gut aussieht, aber gegen ein paar Däumchen, Kerzen und Gebete habe ich nichts einzuwenden!

BITTE

Mal abgesehen von den Däumchen, Kerzen und Gebeten, schreibe ich diesen Post aber, um euch dringendst zu bitten – PASST AUF EUCH AUF!

Tastet eure Brust ab – hier ein Link zu einer Beschreibung.
Es gibt auch Videos bei YouTube dazu und viele Krankenhäuser und Frauenzentren bieten Seminare zum Brust abtasten mit Dummies an, oder fragt bei euren Frauenärzten nach!!! Kümmert Euch!

Brustkrebs ist die häufigste Krebsart, an der Frauen in Deutschland sterben, aber Brustkrebs ist auch der besterforschteste Krebs und die Heilungschancen werden immer größer, wenn er rechtzeitig erkannt wird.

Ihr könnt aktiv helfen, auf euch zu achten!

Geht regelmäßig zur Vorsorge!
Tastet euch selber regelmäßig ab!
Lasst auch Kleinigkeiten von euren Gynäkologen abchecken!
Brustabtasten tut nicht weh!
Mammographien sind nur etwas unangenehm!
Selbst die Biopsien sind kaum schmerzhaft!

Obwohl oder vielleicht gerade weil ich schon einmal (zweimal) Krebs hatte, bin ich das beste Beispiel dafür, dass es jeden treffen kann!

Und dass Krebs nicht sofort Tod bedeutet, dass werde ich euch dann demnächst zum dritten Mal zeigen!



Passt auf euch auf und genießt das Leben!