26. Oktober 2015

Voll auf Draht - Malen mit Draht - Weihnachtskartenproduktion

Voll auf Draht

Ich bin schon eine ganze Weile voll auf Draht.
Sprich, ich hab eine neue Leidenschaft - ich biege mir die Sachen zurecht, wie ich sie will.
Das ist nicht immer so einfach und ich hab mir schon so manch blutigen und zerkratzten Finger geholt dabei, aber es macht total Spaß, mal wieder mehr mit den Händen zu machen.

 Mixed Media

Da ich gerne Sachen kombiniere und meine erste Leidenschaft immer noch das Malen/Zeichnen ist, habe ich ein paar Drahtbilder "gemalt".

Heute möchte ich euch ein paar Beispiele aus meiner Kartenproduktion zeigen.

Weihnachtskarten und mehr

Das Bild ist eine Aquarellzeichnung, bei der man erst auf dem zweiten Blick sieht, dass die schwarzen Linien nicht gemalt sind.

Die Konturen wurden aus schwarzem filigranem Draht gebogen und befestigt.

Das geht natürlich nicht nur mit Weihnachtsmotiven.

Die Möglichkeiten sind da sehr groß, was man sich gerne zurecht biegen möchte.


Schwarz/Weiß oder Bunt?

Manchmal ist der Effekt aber auch schön, wenn man den Hintergrund nicht "ausmalt", sondern den Draht einfach seine Schatten zeichnen lässt.
Bei diesem Bild bin ich mir noch unsicher, ob ich es kolorieren möchte.

Wandbilder

Ganz schön macht sich die Drahtkunst aber auch als simple Wand- oder Türbilder.
Diese beiden habe ich für meine nicht genetisch verwandten Lieblingskinder gemacht.


Auch wenn solche Bilder besser nicht in Kinderhände geraten sollten, da es wirklich ganz zarte Arbeiten sind.

Ein paar meiner Bilder wandern in den nächsten Tagen in den DAWANDA Shop - wo ihr auch alle meine Stickdateien bekommen könnt.


Ich geh' dann mal weiter, mir die Welt zurecht zu biegen....


19. Oktober 2015

Ein mittleres Drachenprojekt

Projektplanung

Eigentlich male ich jeden Tag auf irgendeine Weise etwas. Sei es einfach nur ein paar Ideenskizzen auf ein Blattpapier oder auch schon mal etwas mehr für ein Projekt oder zur Übung in den Skizzenblock oder auf Aquarellpapier.
Für die richtig großen Projekte, die ich im Kopf habe, ist meistens nicht so viel Zeit. Die können dann schon mal von den einen Ferien zu den anderen Ferien verschoben werden.
So habe ich schon vor langer, langer Zeit meinen großen Tochter versprochen, ihr ein Bild zu malen... spätestens für ihr neues Zimmer, das sie jetzt auch schon seid über einem Jahr bezogen hat.



Vorarbeit

Da wir Herbstferien hatten und ich unglaublicherweise eine ganze Woche für mich alleine zur Verfügung hatte, konnte ich nun planerisch an das Projekt "Drachenbild" gehen, dass sich Töchterchen gewünscht hatte.
Dazu habe ich vorher schon ein wenig rumgedoodelt, um in das Thema "Drache" überhaupt rein zu kommen.



Der Drache

Der eigentlich Drache sollte aber nun auf Leinwand gebannt werden, mit Acrylfarben, denn für Öl fehlt mich dann doch die Muße und Zeit. Aber "nur" Malen war mir dann doch zu wenig. Von der letzten Creativa hatte ich mir ein Paket Modelliermasse mitgebracht, die wie Fimo zu verarbeiten ist, aber sehr viel leichter und wasserbindig, so dass sie (hoffentlich) auch auf der Leinwand haften bleibt.

So habe ich vor allem den Kopf und den Bauch herausmodelliert, aber auch Teile der Beine, die Flügel und den Schwanz.


Nach drei Tagen war das 40x50 cm Drachenbild fertig.


Kind ist zufrieden und Großprojekt Nummer zwei bereits in Angriff genommen.
Das wird aber noch eine ganze Weile mehr brauchen, das es wesentlich größer und aufwendiger werden soll, als der Drache... wenn ich es schaffe, hoffe ich, dass es bis zum Ende des Jahres fertig wird.



12. Oktober 2015

5 gute Gründe, den Kopf in den Nacken zu legen!

Was guckst du?!

Ich bin ein Himmelsgucker!
Mein Label kommt schließlich nicht von irgendwo her, sondern direkt von oben.
Also von Himmel und Wolken - den lieben Gott möchte ich hier nicht mit einbeziehen, obwohl er sich hat etwas Großartiges einfallen lassen mit der Sonne, den Wolken und dem Wind.

Mich beruhigt es ungemein, einfach mal nach oben zu gucken, egal ab es stürmt, regnet, schneit oder einfach nur ein herrlich tiefblauer Himmel über mir ist.
Ein Bild von einem klaren blauen Himmel, wie wir ihn gestern hier hatten, wird euch jetzt nicht umhauen, weil... das wäre dann ja nur blau... aber da ich geschätzte 30.000 Himmelsbilder besitze, habe ich euch einfach mal 5 aus den letzten 6 Wochen raus gesucht...

Grund 1: Guten Morgen!

Wenn die Sonne aufgeht, einfach mal genießen...
Meist sind es nur ein paar Sekunden, in der die aufgehende Sonne den Himmel in goldenes Licht taucht. Das Farbspiel in den paar Sekunden reicht von rosa, orange, gold und silber...

Mit einer Tasse Kaffee in der Hand für eine Minute am Fenster stehen und den Anblick genießen - kann man den Tag schöner beginnen?!


Grund 2: Gedanken lösen!

Mal kurz den Kopf ausschalten und in die Ferne schweifen.
Immer trägt man tausende Gedanken mit sich herum - Termine, Aufgaben, Vorbereitungen, Zeitpläne, Alltag eben. Da sieht man schon mal den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr - oder den Himmel vor lauter Sorgen.

Ein Blick nach Draußen und ein bisschen Kopfurlaub tanken - Gedanken raus - Sonne rein - ausatmen...

Grund 3: Nacken entspannen!

Den Kopf in den Nacken zu legen, kann Verspannungen lösen. Den ganzen Tag schaut man maximal gerade aus, meist ist man fokussiert auf seine Hände und den Bereich vor sich. Da bleibt es nicht aus, dass man den Kopf mal hängen lässt.

Einfach mal Kopf hoch, einatmen, nach oben schauen - manchmal wird man überrascht, was einem dort ins Auge springt und den Nacken löst es auch.

Grund 4: Das Unerwartete finden!


Das Wetter ist mies, es regnet, es wird kalt, was soll man denn da raus gucken?!
Ja, schaut mal zwischendurch raus, auch bei Regen - vielleicht blitzt gerade ein Regenbogen zwischen den tropfenden Wolken hervor. Und Regebögen machen glücklich!

Also, macht euch auf die Suche nach dem Unerwarteten!

Grund 5: Runter kommen!

Der Tag war stressig. Die Arbeit war anstrengend. Die Kinder haben genervt. Die Menschen die einem begegnet sind waren schlecht drauf - du jetzt auch...

Der Sonne ist das egal, sie taucht zum Abschied den Abendhimmel noch einmal in ihr einmaliges Farbspiel und verspricht einen neuen Tag - einen neuen Morgen - mit neuen schönen Ausblicken und Anblicken.



Habt ihr heute schon nach oben geschaut?


5. Oktober 2015

Dreckige Kreativarbeit

Das Digitalisieren klaut mir manchmal die Kreativität

Das ist so, weil viele Dateien direkt im Digitalisierungsprogramm entstehen.

Eine knappe Zeichnung wird hoch geladen und der komplette Kreativprozess findet im Computer statt.
Verfeinerungen, Farbvarianten, Größenverhältnisse werden direkt digital abgeglichen und in die Stickmaschine gesteckt.
Denn ja, alle meine Stickdateien sind auch von mir erfunden und gezeichnet (abgesehen vom Buntspatz, in den ich mich damals so verliebt habe, dass ich von farbenmix/Sabine die Erlaubnis bekam, diesen zu digitalisieren).

Ich mach mich gerne dreckig

Ich brauche die Farbe an den Fingern, die Buntstiftreste auf dem Schreibtisch, die Farbkleckse im Gesicht und im besten Fall habe ich einen Kittel an, weil ich an der Staffelei stehe und es tropft.
Letzteres ist leider selten geworden, nach unserem Umbau vor einem Jahr, hat meine Staffelei keinen richtigen Platz mehr, ohne alle zu stören. Nach solchen schon fast mantrischen Malexzessen kann es schon mal sein, dass ich mir die Farbe aus den Haaren duschen muss.

Und das fehlt mir sehr, wenn ich "nur" digitalisiere.


Hände waschen reicht

... wenn ich mit Buntstiften male. Allerdings kann ich jetzt nicht mit stilvoll chaotischen Kreativprozessbildern aufwarten. Zwar versinkt mein Schreibtisch dann im Chaos von Kaffeetassen, Taschentüchern, Haargummis und Bleistiftspänen, aber meine geliebten Polychromos werden nach jeder Benutzung wieder ordentlich an ihren Platz im Metallkasten platziert - nach Nummern sortiert.
Alles hat seine Grenzen.



Der Rest ist fast schon Therapie

Ich kann stundenlang versinken und bin Tiefenentspannt- außer ich probiere etwas aus, was mir so gar nicht gelingen will, dann ist das zutiefst unentspannt.
Dabei ist meistens das Resultat gar nicht so wichtig. Der Weg ist das Ziel.


Diese beiden Damen sind nach langer Malabstinenz im Skizzenblock entstanden. Einfach, um mal wieder "rein" zu kommen.

Bald habe ich ein bisschen mehr Zeit und dann wird die Staffelei wieder ausgegraben und ich werde mich richtig dreckig machen, bis dahin wird mein Skizzenblock noch etwas genötigt, mir wieder das "Gefühl" für reale Stifte, Farben und Formen zu geben.

Wobei macht ihr euch denn geren so dreckig? Bei mir käme noch Essen, Kochen und Nähen dazu, so dass ich meist wie ein fadengezupfter Kleckernaschdieb in der Wohnung rum hüpfe.
Nur beim Putzen schaffe ich es, selber sauber zu bleiben und noch mehr Chaos um mich herum anzurichten...