31. August 2015

Wie ich ein besserer Blogger werden kann

Ich will bloggen!

 

Ich tue mich so schwer mit meinem Blog und ich bin anscheinend nicht die einzige. Immer mehr springen ab vom Bloggen und überlassen den „Profis“ der Szene das Metier mit cleanen Fotos, eloquenten Texten und gesponserten Inhalten. 
Da kann nicht jeder mithalten…oder doch?

Was die können, kann ich auch… nicht!

 

Ich lese gerne Luzia Pimpinellas Reiseberichte und liebe ihre Food-Fotografie 

– ABER ICH reise selber aber gar nicht sooo gerne und das meiste, was Frau Pimpinella kocht oder auswärts isst, kann ich nicht essen, weil ich es nicht vertrage oder gar nicht wirklich mag.


Bei Crafteln keimt es immer mehr in mir,  etwas für mich selber zu nähen und ihre Unerschöpflichkeit in der Thematik des Selbernähens und darüber Nachzudenkens (auch dessen Wandel) ist wie eine unendliche Romanchronik die man weiter verfolgen möchte,  aber sie kann eben auch einfach schreiben

- ABER ICH nähe gar nicht so viel für mich (aber ich will, ich will, ich will) und mir fällt gar nicht so viel ein zu einem Thema.


Muddis Familienbenähung und Ausschnitte aus ihrem Familienleben gucke ich mir auch immer wieder gerne an.

- ABER MEINE Kinder sind einfach nicht mehr bunt benähbar und aus dem Niedlichkeitsfaktor (hübsch sind meine Kinder immer noch!) meiner Kids ist eben Pubertisten-/Schul-/Ich-trag-schwarz-Alltag geworden und natürlich wollen die gar nicht mehr Thema meiner Ergüsse sein… ist doch peinlich.


Lu zieht an und sieht fantastisch aus, mit allen Kurven die sie hat, trägt sie Klamotten wie Katalog-Highfashion und ich bin begeistert.

- ABER ICH kann solche Sachen nicht anziehen, auch wenn ich ungefähr ihre Größe trage, sind meine Kurven nicht so sensationell geformt und als Model eigne ich mich nicht nur deshalb überhaupt nicht.


Und ich liebe Susa labims Sachen!!! Ihre Bilder, Figuren und Stoffe! Sie inspiriert mich in meiner eigenen Kreativität und ein paar ihrer Sachen sind auch in meinem Heim schon eingezogen.

- ABER ICH würde nie auf die Idee kommen, ihre Püppchen jetzt nachzumachen. Und die tollen Stoffe würden leider an mir nicht gut wirken und meine Kids sind auch, wie schon gesagt, aus dem Alter raus.

Ich habe noch viel mehr Blogs, die ich liebe, bewundere und die mich inspirieren, die ich gar nicht alle aufzählen kann. Diese paar nur, weil sie verschiedene Blog-Spektren abdecken und auch vielen anderen bekannt sein müssten.

Aber was macht einen guten Blog wirklich aus?

 

Klar sollten die Themen interessant sein, die Texte überarbeitet, die Fotos ansprechend. 
Aber es muss nicht immer perfekt sein, denn hey schaut mal genau hin – sogar Superblogger kleckern, um das leckere bunte Gericht attraktiver in Szene zu setzen, verändern die Perspektive und bearbeiten Fotos, um eine andere Wirkung zu erzielen – recherchieren ihre Themen vorher und machen sich viele Gedanken, was wirklich zu sagen ist, alles, was man lernen kann, wenn man Arbeit investiert.
Aber man muss wissen, worüber man schreiben will!

Ich habe mein Thema verloren

 

Immer nur meine Stickdateien zeigen ist laaangweilig.
Früher… also ganz früher… mein ganz erster Blog vor über 12 Jahren (ja so lange blogge ich schon) – die Froschprinzessin (den gibt’s nicht mehr – brauch man gar nicht googeln) – da hatte ich noch Themen ohne Ende. 
Aus meinem Alltag, mit den Kindern, mit meiner Näherei, meinen selbstgeschriebenen Geschichten, meinen vielen Hobbys und Werkelein.

Aber dann „arbeitete“ ich in diesem Bereich und dachte, ich müsste das Private/meine Kids davon trennen und der kleine Himmel entstand, als abgespecktes Ich und Markthalle meiner Zusammenarbeit mit Kunterbunt Design und farbenmix (oh das klingt so negativ – das ist es nicht, es hat mich und meine Kreativität, meinen Enthusiasmus und mein Leben bereichert, aber eben nicht meinen Blog).



Der kleine Himmel hat mich gebremst

Was einen guten Blog ausmacht, ist sein Blogger und was er mit Begeisterung erzählt. 
Und ich habe mich nicht mehr richtig begeistern können mit der abgespeckten Blogversion und meiner Selbstbegrenzung. 
Natürlich mag ich meine Stickdateien, aber es ist nur ein kleiner Teil, und es ist nicht mal ein Teil dessen, was mich zum Bloggen überhaupt bewogen hatte damals – die Stickdateien und das Digitalisieren sind etwas, was aus dem Bloggen entstanden ist. 
Das ist mir klar geworden, in einem Nebensatz, in einem Telefonat mit einem Menschen, den ich bis dahin noch nie gesprochen hatte, in dem es um ganz andere Dinge ging, aber dieser Satz:

Ich habe eigentlich ganz anders angefangen zu bloggen!

Hat in mir nachgeklungen und mich angestoßen.


Ich habe meinen Themen wieder gefunden. Wie ich ein besserer Blogger werden will

 

Ich mache ja immer noch das in meinem Leben, was ich am besten kann. Ich male, zeichne, fotografiere und bastle, ich koche und experimentiere, ich versuche mich gesund zu ernähren und probiere gerne neue Dinge aus, ich bin ein Verpackungsopfer, ich bin Mutter und auf der Suche nach neuen Dingen, Inspirationen und immer noch mit vielen Geschichten im Kopf.
Und ich will wissen, was andere darüber denken. 
Ich will den Austausch, die Anregungen und neue Wege gezeigt bekommen.
Damit kann man doch Blogs füllen!

Wer inzwischen mal links rüber geschielt hat, der hat vielleicht meine neue Profilbeschreibung gelesen:
  

Das bin ich



Ich bin Frau -Teenagerdompteurin - Pfannenzauberin - Puncherin - Näherin - Fotoknipserin - Pinselschwingerin - Gassigeherin - Katzenkraulerin - Ausprobiererin - Verpackungsopfer - Buchholiker - Biokäuferin - Krebsveteranin - Diabetikerin ... - alles direkt mitten aus meinem Leben

Ich freu mich, wenn ich dich inspirieren, irritieren, erstaunen und einfach ein bisschen mitnehmen kann mit meinem Blog!



Kommt ihr mit mir?