14. September 2016

Fuck Cancer - Krebs hoch3 - Brustkrebs Diagnose


„Es tut mir leid, es ist doch nicht so harmlos, wie wir dachten, es ist leider ein Brustkrebs!“

Eigentlich hätte ich nicht damit gerechnet, das mal zu hören, denn in meiner Familie gab es bisher keinen mir bekannten Brustkrebs.

Nicht, dass ich nicht noch einmal damit gerechnet habe, dass ich Krebs bekomme – nachdem ich 2009 ja bereits Bauchspeicheldrüsenkrebs hatte und 2012 von diesem Metastasen in der Leber hatte, rechne ich immer wieder, dass das Arschloch (!) wieder kommen kann – Brustkrebs hatte ich nicht auf dem Schirm.
Aber leider schützt eine Krebsart nicht davor, auch noch einen anderen Krebs zu bekommen.

Deshalb war ich bei der Diagnose mehr überrascht als geschockt.

Mal wieder ist das Glück mit mir, denn bei normalen Untersuchungen war meine Brust unauffällig.
Ich habe eine sehr zystische und gewebereiche Brust und mit meiner Krebsvorgeschichte sind die meisten Ärzte besonders Aufmerksam bei mir – ich übrigens auch.



Das ist wohl ganz gut so, dass ich auch bei kleinsten Knubbelchen mal eben das ganze von der Gynäkologin abchecken lasse.

Beim Duschen hatte ich drei Knötchen getastet, die ich noch nicht kannte, so dass ich mir direkt einen Termin bei meiner Gyn hab geben lassen.
Im Ultraschall sah dann ein Knoten nicht nach Zyste aus und um sicher zu gehen, schickte mich meine Gyn zur Senologie, die mich schon von ein paar anderen Zystenintermezzos kannten.
In der folgenden Mammographie konnte auch nichts wirklich festgestellt werden, allerdings wurde, um sicher zu gehen, eine Biopsie gemacht.

Das Ergebnis: Brustkrebs!

Es folgten MRT, CT, Szintigraphie und eine weitere Biopsie, die zeigte, dass zwei weitere Herde bereits in der Brust sind.

Wenn ihr das hier lest, bin ich vermutlich im Krankenhaus und wenn ich wieder nach Hause komme, habe ich eine Brust weniger und hoffentlich wieder ein bisschen mehr Leben gewonnen.
Wie es mit der folgenden Therapie ausschaut, weiß ich erst, wenn alle Ergebnisse auch die von der OP zusammen gekommen sind.

Es scheint nicht der aggressivste Krebs zu sein und auch noch nicht ganz so fortgeschritten, so dass alles ganz gut aussieht, aber gegen ein paar Däumchen, Kerzen und Gebete habe ich nichts einzuwenden!

BITTE

Mal abgesehen von den Däumchen, Kerzen und Gebeten, schreibe ich diesen Post aber, um euch dringendst zu bitten – PASST AUF EUCH AUF!

Tastet eure Brust ab – hier ein Link zu einer Beschreibung.
Es gibt auch Videos bei YouTube dazu und viele Krankenhäuser und Frauenzentren bieten Seminare zum Brust abtasten mit Dummies an, oder fragt bei euren Frauenärzten nach!!! Kümmert Euch!

Brustkrebs ist die häufigste Krebsart, an der Frauen in Deutschland sterben, aber Brustkrebs ist auch der besterforschteste Krebs und die Heilungschancen werden immer größer, wenn er rechtzeitig erkannt wird.

Ihr könnt aktiv helfen, auf euch zu achten!

Geht regelmäßig zur Vorsorge!
Tastet euch selber regelmäßig ab!
Lasst auch Kleinigkeiten von euren Gynäkologen abchecken!
Brustabtasten tut nicht weh!
Mammographien sind nur etwas unangenehm!
Selbst die Biopsien sind kaum schmerzhaft!

Obwohl oder vielleicht gerade weil ich schon einmal (zweimal) Krebs hatte, bin ich das beste Beispiel dafür, dass es jeden treffen kann!

Und dass Krebs nicht sofort Tod bedeutet, dass werde ich euch dann demnächst zum dritten Mal zeigen!



Passt auf euch auf und genießt das Leben!

12. September 2016

DIY - Flattergdöns - Stoffmobile aus Resten

Der Sommer ist noch im Gange

Ich hätte nicht gedacht, dass es sich noch lohnen würde, eins meiner selbstgemachten Lieblingsüberflüssigkeiten von diesem Sommer zeigen zu können. Aber das Wetter ist immer noch – wieder – jetzt so schön, dass es fast zu einem DIY Tipp reicht.
Ein Windmobile aus Stoffresten.



Für draußen

Inspiriert von den Mobiles auf Pinterest habe ich mir meine Stoffrestetasche genommen und alles an regenbogenfarben in Streifen gerissen, was ich so finden konnte.
Metallringe habe ich noch ohne Ende hier liegen, die bekommt man aber inzwischen in fast jedem Bastelladen oder Dekoläden.
Die Stoffstreifen werden simpel an den Ring geknotet, eine Band zum Aufhängen angebracht und fertig. Auf den Balkon gehangen und flattern lassen und sich freuen!

Für den Abend habe ich noch eine dieser batteriebetriebenen kleinen Lichterketten um den oberen Kranz gebunden, kann man auf den Bildern nicht sehen, sieht im Dunkeln aber hübsch und stimmungsvoll aus.



Und für Drinnen

Das Ganze kann man natürlich auch einfarbig, mit Federn, Spitzenstoff oder Perlenketten machen, wer sich inspirieren lassen möchte, kann sich ja gerne mal auf meiner Mobile-Pinnwand von Pinterest umschauen.
(Pssst) – ist auch eine prima Kinderbeschäftigung ;) )

Für "Wetter" würde ich das Mobile aber immer wieder herein holen - obwohl es schon interessant wäre, was das Leben daraus macht - aber dann besser ohne Lichterkette...




Genießt die letzten Sommertage!

10. September 2016

Von kleinen Katastrophen und dem Braut-Notfall-Set

Sorry, für die schlechte Bildqualität - ich hatte das Geschenk fertig gemacht und vergessen, mich um ordentlich Bilder zu kümmern!

Trallala und Glitzer

Meine Hochzeit liegt nun schon einige Jahre zurück und war von den Festivitäten damals auch sehr sehr klein gehalten… fast schon minimalistisch.
Für uns war das genau richtig so, auch wenn ich Hochzeiten eigentlich liebe, bin ich lieber auf einer Hochzeit eingeladen, als dass ich sie selber habe.
Die Planung, die Aufregung und das ganze Drumherum… - mein kleiner perfektionistischer Mann im Ohr, würde mich ganz wahnsinnig machen. Die Ruhe, die ich in Planungen legen kann, wenn es nicht um mich geht, kippt in das totale Gegenteil, wenn ich für mich etwas plane.


So genieße ich es lieber eingeladen zu sein und kann dann in dem ganzen Trallala und Glitzer regelrecht aufgehen. Und was es nicht alles gibt… - ganz groß sind ja zur Zeit „Scheunen-Hochzeiten“, Candy-Bars, Fotoboxen und schon die Jungesellinenabschiede werden inzwischen mehrtägig in speziellen Partylocations abgehalten. Wow!
Nix für mich, aber trotzdem – wow!

Amazing

Nun steht eine etwas größere Hochzeit an, auf die ich mich sehr freue. Im Zuge meiner Pinterest-Recherche für Hochzeitsgeschenke, bin ich auf ein paar schöne Ideen gestoßen, die ich aber noch nicht verraten kann… weil ist noch geheim.

Irgendwann an „ihrem“ großen Tag bekommt die Braut die große Flatter und Panik, dass irgendetwas schief laufen könnte – aber muss nicht auch etwas schief laufen an solch einem Tag – sonst hat man ja nichts, seinen Enkeln zu erzählen oder?!
Ich könnte zum Beispiel von kaputten Weckern und platten Reifen erzählen…

Taschentuchalarm

Im Zweifelsfalle sollten die Brautjungfern und Trauzeugen alles im Griff haben, oder zumindest für den Notfall gerüstet sein – manchmal sind es aber auch nur Kleinigkeiten, die schief gehen können, wie löchrige Feinstrumpfhosen, Taschentücher oder Flecken im Kleid.
Genau für solche „kleinen“ Katastrophen gibt es das Braut-Notfall-Set.


Ab in die Ecke

Natürlich ist diese Idee geklaut bei Pinterest und wenn ich alle Ideen hätte aufnehmen wollen, die es dort so gab, hätte ich einen Seesack packen können – ich habe mich aber auf ein paar essentielle Dinge beschränkt und hoffe so, dass meine kleine Schachtel heute in irgendeiner Ecke steht, hoffentlich nicht gebraucht wird und wir alle einen wunderschönen Tag haben werden!

Ihr Lieben, genießt das spätsommerliche Wochenende, die Sonne und das Leben und vor allem die Hochzeiten – welche das auch immer sein mögen!



6. September 2016

5 Dinge die den Schotten als solchen an sich besonders machen - und mich ziemlich dumm haben aussehen lassen


Ich schulde euch noch etwas…
Und zwar wollte ich euch noch von ein paar Ungewöhnlichkeiten der Schottländer berichten – nun, das Leben treibt es gerade sehr bunt hier – dazu demnächst mehr – nun erst einmal mein Versprechen abarbeiten…


Gelangweilte Formel 1 Fahrer

Warum die Schotten nicht die besten Formel 1 Fahrer der Welt stellen, ist mir ein Rätsel.
Vielleicht ist die Geschwindigkeitsbegrenzung von 60 m/ph (etwas über 90 km/h) zu gering, um wirklich trainieren zu können, aber ich kann mir kaum vorstellen, dass Monte Carlo mehr an engen Kurven und Stress zu bieten hat als die schottischen Highland-Strassen, die ich bereits im ersten Schottland Post erwähnt habe.
Allerdings ist mir auch nicht logisch erklärbar, wie man ohne Rallye-Erfahrungen die vom Navigationsgerät vorgegebene Zeit für die Streckeneinheiten einhalten kann.

Vielleicht braucht es auch expliziter schottischer Navigationsgeräte für Ausländer, die neben den Kilometern, der Geschwindigkeitsbegrenzungen und einigen Eventualitäten auch noch Angst, Panik, kreischende Beifahrerinnen, Gegenverkehr auf den schönen Single Trails with Passing Places beachten, die Geschwindigkeitsbegrenzung von 60 m/ph außer Acht lassen und die Strecke mit den realistischen 30 km/h berechnen können.
Was eine 1 stündig geplante Fahrt locker mal auf die Quadratur des Kreises ansteigen lässt, wenn man noch Atempausen am Straßenrand samt Aussteigen mit einberechnet.

Zumindest sind die Zeitangaben in herkömmlichen Navigationsgeräten für Touristen in Schottland nicht einzuhalten…

Ich glaube ja inzwischen, dass nicht dauerhaft schottischen Formel 1 Fahrer immer auf dem Siegertreppchen stehen, weil ihnen das schlichtweg zu langweilig ist.


Der Herr der Ringe

Uns Deutschen wird gerne ein gewisser Hang zu Sauberkeit nachgesagt.
Ich schließe mich da nicht aus.
Allerdings finde ich es schon erstaunlich, dass öffentliche Toiletten in Schottland meist unglaublich sauber erscheinen und sich die deutschen öffentlichen Toiletten da durchaus etwas abschauen könnten!
Allerdings gibt es da eine Unart in Restaurants und an anderen Stellen des kulinarischen Genusses, Tische nicht ab zu wischen.
Anhand der Glasringe konnte man durchaus mal die Glasinhalte der vorherigen 3 bis 7 Gäste ablesen und kleine Rätselspiele daraus machen, derweil man auf seine Bestellung wartete.
In Kombination mit den Essensresten, ist dieses Spiel detektivisch unendlich fortführbar.

Ich habe mich wohl des Öfteren als Deutsche geoutet, indem ich an der Theke nach einem Lappen fragte, um den Tisch selber ab zu putzen oder der Kellnerin den Lappen gerne auch mal abschwatzte, um dem Herrn der Ringe mächtig zu werden.

Kinder bekommen in Schottland nichts zu essen

Schottland – das Land des guten Whiskeys, der Pubs und dem Scottish Folk!

Wir hatten uns schon sehr gefreut, gemeinsam ein paar Abende in einem Pub bei schöner Musik und Göttergatte mit einem landestypischen Whiskey zu verbringen.

Geht nicht!

Zumindest nicht, wenn man Kinder unter 18 Jahren dabei hat.

Ok, wenn es reine Pubs sind, kann ich das noch verstehen – Jugendschutz und Alkohol, kein Thema, aber die meisten Pubs bieten eben auch regulär Essen an, einige haben sogar getrennte Bereiche für Essen und für den Alkoholausschank, aber selbst dort war es teilweise sehr schwierig, Essen zu gehen mit Kindern unter 18 Jahren.

Auch wenn es im Internet und den Bestimmungen für Großbritannien anders steht, so war es schwierig bis unmöglich überhaupt mit Kindern unter 18 in Restaurants essen zu gehen, wenn dort auch Alkohol ausgeschenkt wurde.

Alkohol wird in Geschäften erst ab 18 Jahren verkauft.
In Pubs wird Alkohol erst ab 25 Jahren ausgeschenkt. In die meisten Pubs kamen wir mit unseren Kids (zu der Zeit 14 und 17 Jahre alt) erst gar nicht herein.
Ein Pub wies uns direkt darauf hin, dass wir um 22 Uhr mit beiden Kindern den Ort verlassen müssen, obwohl wir als Eltern dabei waren. Und an einigen Pubs waren deutliche Aushänge, auf denen vorgeschrieben war, dass Jugendliche unter 18 Jahren nur bis 20 Uhr und nur nahe am Fenster an einem Tisch sitzen durften und auch nur bis dahin bedient werden, danach die Örtlichkeiten zu verlassen haben, trotz Eltern.

In Edinburgh gerieten wir gar an einen Türsteher eines Restaurants mitten am Grassmarket, der uns um 16.30 Uhr schon nicht mehr in den Bereich zum Essen lassen wollte, da ab 20 Uhr keine unter 25jährigen mehr erlaubt waren.

Ich heiße die Alkoholbestimmungen in Schottland für sehr gut und finde 25 Jahre als Mindestalter gar nicht so dumm, aber dass man in Begleitung der Eltern am Tage erst ausgewählte Restaurants suchen muss, um etwas Essen zu könne, hat mich schon ziemlich erstaunt.


The Magic To Order

Und wo wir gerade bei Restaurant sind – das Bestellen von Essen ist ein kleines Mysterium.
In den meisten Restaurants sucht man sich einen Tisch, wählt aus der Karte aus, um dann an der Theke das Essen zu bestellen, dort direkt zu bezahlen und dann am Tisch darauf zu warten – Getränke können jedoch jederzeit auch am Tisch bestellt werden.
Manchmal aber auch nicht.
Der Nachtisch kann auch am Tisch bestellt werden – bezahlt werden muss aber alles vorher an der Theke – außer Getränke, die kann man auch am Tisch bezahlen – manchmal.
Aber meistens bestellt man alles an der Theke und die Kellner bringen einem die bestellten Sachen – ohne allerdings die Tische abzuputzen.
Manchmal kann man aber auch am Tisch bestellen und nach dem Essen alles zusammen bezahlen.

Wir haben es immer falsch gemacht – entweder haben wir am Tisch gewartet und es kam niemand – oder wir sind direkt zur Theke gegangen, um zu bestellen und wurden wieder an unsere Plätze geschickt – oder wir standen einfach blöd rum, wussten nicht, was wir tun sollten und outete uns so direkt als blöde Touris.
Die Schotten haben das aber immer lächelnd und freundlich hingenommen und dann sehr direkt schottisch auf die Besonderheiten dieses Lokals hingewiesen… zu essen haben wir immer bekommen!


Brunnentoiletten

Von den magischen schottischen Türen besonders auf Toiletten habe ich ja schon berichtet.
Dass die Toiletten dort erstaunlich sauber sind und das Wasser zum Hände waschen locker zum Abkochen reicht, habe ich auch schon erwähnt.
Ein besonderes Erlebnis auf schottischen Toiletten ist aber auch das Betätigen der Klospülung.
Die Klos dort haben meistens Hebel – leider fehlt ein Foto, aber ihr müsst euch eine Scheibe mit einem meist rechts orientiertem Hebel zum runterdrücken vorstellen, mit dem ihr die Scheibe drehen könnt.
Eigentlich nicht so schwer – aber eben doch, weil der Kraftaufwand schon deutlich auf den Fingern liegt und bei manchen Hebeln auch nie wirklich klar wurde, ob ich einfach zu kraftlos war, diesen ordentlich zu betätigen, oder ob wirklich eine Pumpbewegung nötig war, um erst Wasser in die Leitung zu bekommen, um dann alles mit einem Schwall weg zu spülen.

Wenn ich mich besonders dämlich angestellt habe, sah man mich wie an einem Brunnen stehen, dessen Wasser mit einer Pumpe hochgepumpt werden musste – nur in Kleinformat und trotzdem mit beiden Händen arbeitend… die Schotten sind einfach stärker, schneller, abgebrühter und straighter als ich!

So, nun reicht es aber! Zu gerne wüsste ich ja, welche Ungewöhnlichkeiten so ein Schotte bei uns fest stellen würde... liest hier zufälligerweise ein Schotte mit?
Bitte unbedingt ein Nachricht an mich!!!

Gehbat euch wohl und passt auf euch auf!!



Kleiner Tipp zum Schluss: in den küstennahen Großstädten solltet ihr unbedingt vermeiden, euch zu nahe an den Ampelanlagen aufzuhalten!! 
Das tun mit Vorliebe auch die entzückenden Möwen, die auch gerne den Passanten im Flug mal ihre Brötchen aus der Hand reißen. 
Um diese Brötchen aber genau ins Visier zu nehmen, sitzen sie gerne auf besagten Ampelanlagen, um die Lage zu sondieren und bereits verdaute Passantenbrötchen auch wieder los zu werden – egal, ob man gerade darunter steht oder nicht als Passant. Ihr versteh was ich meine…!?


27. August 2016

Vom Beenden, Verändern, Zusammenlegen und Eins werden

Schluss gemacht

Wie ich bereits bei Facebook angekündigt hatte, habe ich dort meinen Account gelöscht – komplett!

Die Gründe sind vielfältig, aber um es mit den Worten meines Bruders zu sagen „Facebook zieht mehr von meiner Energie, als es gibt.“
Dinge und auch Menschen, die einem Energie rauben, sollte man aus seinem Leben werfen, so gut es geht. Das ist manchmal ganz schön hart und manchmal trifft man eine Entscheidung, um fest zu stellen, dass sie falsch war aber nicht umkehrbar sind.
Das sind dann Fehler, aus denen man lernen kann. Denn ohne Fehler gibt es keine Entwicklung!

Nein, ich meine damit nicht das Löschen meines Facebook Accounts!

 Zur Cranger Kirmes flogen zwei Luftschiffe darüber und gaben ein schönes Motiv im Sonnenuntergang ab

So nah und doch so fern

Auch wenn Facebook zu den Social Media gehört, ist der Kontakt dort nicht immer sozial und auch viel zu oft nicht mal wirklich real.
Natürlich hat es mir auch sehr gute Dienste geleistet, Kontakte zu knüpfen und in Kontakt zu bleiben. Aber Posts dort oder Likes reichen oftmals nicht aus, bleiben zu oberflächlich oder können nicht ausgenutzt werden, weil trotz des Wunsches, virtuelle Kontakte zu vertiefen, der reale Kilometerabstand doch zu groß ist, um intensiver zu werden.
Anders herum ist manchmal auch so, dass man aus dem unbekannten Nichts Hilfe bekommt, die man nicht erwartet hat und die einen umhaut, wie die wahnsinnige Postflut, die uns erreicht hat vor gut 4 Jahren, als ich im Krankenheus lag und um ein paar Geburtstagskarten für meine Tochter gebeten hatte.
Was da passiert ist damals, hat uns geflasht und noch immer würde meine Tochter und ich gerne wissen, wer alles wirklich dahinter gesteckt hat – unmöglich in der Menge, aber definitiv ein unvergleichlich schönes Erlebnis und dabei lief das ganze eigentlich „nur“ über meinen Blog. Facebook hat eine viel größere Reichweite.

Aber es soll gar nicht um Social Media gehen oder warum ich meinen Account gelöscht habe.

Willkommen

Ich möchte nur kurz *hüstel* erklären, was sich hier und um mich und überhaupt tut, tat, tun wird…
Durch das Schließen meines Shops hat sich ja schon eine Menge verändert!
Es wird keine neuen Dateien von mir geben und kreative Ergüsse werden nicht mehr so zahlreich sein, wie zuvor. Damit werden einige Leser weniger Interesse an meinem Blog haben – das ist ok!

Ich werde nicht aufhören zu bloggen, auch wenn ich es noch immer nicht schaffe, regelmäßig zu posten. Und es wird mehr zu lesen als zu gucken geben, auch das hatte ich schon angekündigt. Kreativ wird es bleiben, vielleicht mehr aus der malerischen Ecke, der Alltagsecke und der Gedankenecke.
So wie sich der Inhalt des Blogs ändert, wird sich auch die Leserschaft ändern, sofern sie nicht dieselbe Änderung mit gemacht hat wie ich in den letzten Jahren. Wie auch immer:

Seid Willkommen!!!

Altes wird neu

Was sich etwas unbemerkter verändert hat, ist das Zusammenlegen meiner anderen beiden Blogs. Eigentlich hatte ich meinen „Diabetes“ Blog ausgelagert. Da ich nun im Prinzip wieder „privater“ schreibe, werden meine sporadischen Diabetespost hier integriert und der Diabetes Blog wurde bereits gelöscht.
Meiner Meinung nach wichtige Artikel, sind bereits hier eingefügt worden – so empfehle ich euch gleich nochmal meinen Post über „Unterzuckerung - Ein Diabetiker sollte sich schämen" und gebe euch mit, dass ihr vielleicht ein- zweimal mehr eure Augen ein bisschen aufhaltet auch bei Kindern! Lieber einmal mehr Hilfe anbieten, als einmal zu wenig!!

Das gleiche gilt für meinen Food-Blog, den ich lange nicht mehr bedient habe, den ich aber überarbeitet hier wieder einfließen lassen möchte – immer unter dem speziellen Aspekt meiner speziellen Ernährungsweise.

Gut so

Das alles fühlt sich gerade richtig für mich an – alles zusammen hier bin jetzt wieder ich, nicht abgetrennt, nichts läuft nebenbei, nichts kommt zu kurz, alles zusammen eine bunte Mischung meines Lebens mit allen Aspekten.

Warum ich das schreibe?

Weil ich dies kleine Detailarbeit des Beendens, des Veränderns und des Zusammenlegens nebenbei in den letzten Tagen/Wochen immer wieder gemacht habe und nun soweit fertig bin.
Es soll auch erklären, warum noch angekündigte fehlende Post noch nicht hier erschienen sind, denn zu mehr bin ich einfach nicht gekommen.
Sei es, weil ich wieder einige Untersuchungen hatte/habe, weil ich zwei/drei private Projekte laufen hatte/habe und das Leben als solches an sich sehr aktiv ist momentan.
Ich werde das alles noch machen was ich mir vorgenommen habe, weil ich Spaß daran habe und weil der Blog mir hilft, meine To-Do-Liste nicht aus dem Auge zu verlieren und weil ein bisschen Social Media nicht schaden kann.

Habt ein schönes Wochenende – genießt die Sonne, für die, die das mögen und für alle die es lieber etwas kühler haben (so wie ich) – geht ins Kino, die haben eine tolle Klimaanlage!


8. August 2016

Schottland - Highlands - ein kleiner Urlaubsfilm als Sommerlochfüller

Back again

Ich schulde euch zwar noch ein paar "interessante Dinge von den Schottländern - aber kaum aus dem Urlaub, schon wieder rein ins pralle Leben...
Also gibt es erstmal nur ein bisschen für die Augen...

Ein bisschen grün für's Auge

Der Grund warum ich/wir nach Schottland wollten, war vorrangig die Landschaft - und wir wurden nicht entäuscht - Schottland ist atemberaubend und die Zeit war definitiv zu kurz - so werden wir noch einmal dort hin fahren müssen. Der Film kann leider nicht komplett wieder geben, wie schön es dort ist, aber er gibt einen kleinen Einblick unserer Eindrücke, die wir mitbringen konnten.

Ich bin gespannt, ob euch der Film gefällt!



26. Juli 2016

5 Dinge die ich bisher in Schottland gelernt habe - Der Schottländernals solcher an sich, oder das Ding mit der Kultur

Während von Deutschland Katastrophenmeldungen eintreffen, fühlt es sich komisch an, Urlaub zu genießen. Und auch wenn wir Europäer zu "jetzt erst recht"-Freiheiten tendieren, bleibt der bittere Nachgeschmack.

Passt auf euch auf, wo immer ihr seid und ja genießt, was ihr habt!!!

Wir genießen gerade Schottland!

Ziemlich unvorbereitet sind wir nach Schottland gestartet.
Ja klar, haben wir schon lange die Flüge und den Mietwagen gebucht, aber sehr viel mehr habe ich nicht organisiert bekommen, da dieses Jahr so wuselig und vollgepackt ist, dass meine Zeit für Recherchen, sich auf ein paar Forenbeiträge und einige Blogposts von Reisebloggern beschränkt hat.


Die Reiseführer, die ich bestellt hatte, kamen auch erst 2 Tage vor Abflug an und sind bis jetzt auch relativ jungfräulich. Abgesehen von Rissen in der Landkarte die den Reiseführern bei lagen, weil sich Landkarten, wie schon vor 20 Jahren ohne Navigationsgeräte, schlecht im Auto machen, wenn man sie dort auf engstem Raum ausbreiten möchte, ohne dem Fahrer die Sicht zu versperren.
Was nicht nur auf schottischen Straßen fatal enden kann.

Der bayerische Schotte

Also sind wir relativ unvorbereitet zu den Schottländern gefahren und haben nun auch keine großen kulturellen Unterschiede erwartet...
Was grundsätzlich auch so ist - sie haben Wohnungen und Geschäfte, sie sprechen alle englisch... schottisches Englisch.... also klangtechnisch, als würde ein echter Bayer englisch sprechen.... was verständigungsmäßig im englischen wie im deutschen nicht verständlich ist, ist man nicht Bayer oder Schotte, oder am besten beides zu gleich...


Aber ein paar Dinge laufen bei den Schotten schon anders, als bei uns... oder als erwartet...

Schotten haben heißes Wasser!

Also wirklich heißes Wasser, selbst auf den öffentlichen Toiletten sind immer Heißwasserhähne und mit heiß meinen die Schotten HEIß!
Allerdings sind heißes und kaltes Wassert hier meist nur in getrennten Hähnen zu finden, wenn man sich also mal mit "warmen" Wasser das Gesicht waschen möchte, wird es schwierig. 

Meine Taktik - beide Hähne aufdrehen, dann erst kaltes Wasser in die hohlen Hände laufen lassen und dann kurz rüber zum heißen Wasser schwenken, damit das kalte Wasser mit dem heißem Wasser vermischt wird, aber nicht zu lange, weil man sich sonst die Finger verbrennt und ab ins Gesicht. Gutes Timings ist gefragt!
Duschen klappt aber auch für Warmduscher aus einem Hahn - meine Taktik mit den beiden Wasserhähnen wäre unter der Dusche zwar einer Kneippkur sehr ähnlich, aber würde noch bescheuerter aussehen und zudem auch echte Verbrennungen mit sich bringen.

Türen haben nicht immer Klinken!

Merke - kann man Türen aufdrücken, braucht man keine Klinke!
Das ist eine ganz einfache und logische Sache und der kluge und sparsame Schotte weiß das eben.
Die Türklinkenhersteller aus Deutschland würden hier in Schottland pleite gehen, weil sie nur die Hälfte der Einnahmen hätten, wie bei uns in Deutschland.
Vielleicht sind wir Deutschen auch einfach nur symmetrischer veranlagt und brauchen auf beiden Seiten der Türen Klinken, denkt man aber mal darüber nach, wird einem schnell klar, dass das nun wirklich unnötig ist!
Es kann in Schottland also gut passieren, dass man durch eine Tür geht, die als solche auch erkennbar ist, obwohl ihr mit Sicherheit die Türklinke fehlt, wenn man sie aufdrücken kann und dann aber plötzlich in einem vermeintliche kleinen Raum landet - Sackgasse!
Wände zu allen drei Seiten!
Zwischenraum?!
Dann guckt man erst einmal dumm und ich weiß aus Erfahrung, dass es nicht nur mir als Deutsche so ergangen ist, sondern, dass auch eine Engländerin nach mir mit dieser Situation kurzfristig überfordert war.
Manchmal sind die sogenannten Türen nämlich so gut getarnt, dass man schon mal die falsche "Wand" wählt und sprichwörtlich gegen diese läuft.
Meine Taktik - vorsichtig die Wände antippen und gucken was sich bewegt - manchmal muss man auch fester drücken - aber bitte nicht einfach darauf zu laufen... könnte ein harter Widerstand sein!



Rote Ampeln zählen nicht!

Es gibt doch diesen Witz aus irgendeinem Land, wo es auf weiter Flur keine Autos auf der Straße zu sehen gibt und eine Ampel dem Fußgänger rot anzeigt, wo ein Deutscher brav wartet, obwohl kein Auto kommt, und wartet und wartet, bis doch ein Auto kommt und vor ihm anhält und der Fahrer fragt:" Na, auch Deutscher?!"

Ich glaube, der Witz kommt aus Schottland!
Der Schotte kennt keine roten Ampeln, zumindest nicht als Fußgänger - Autofahrer zählen hier nicht, die haben anscheinen alle Regeln zu beachten, nur links herum...
Der Schotte schaut auf die Straße, kommt ein Auto, wartet er kurz, kommt kein Auto, geht er über die Straße... kommt ja kein Auto!
Meine Taktik - ich bleibe definitiv stehe, wenn die Fußgängerampel rot zeigt!
Ich bin doch nicht lebensmüde!
Der Linksverkehr macht mich in Schottland so konfus, dass ich eh nur hektisch links, rechts, links, recht, recht, rechts, links schaue... da warte ich lieber auf das schrille Piepen und stiefle dann relativ sicher über die Straße!
Wenn ich nicht gerade die Fußgängerampel mit der Autofahrerampel verwechsle...
Denn Merke - Autofahrerampel sehen aus wie bei uns und hängen oben, aber nicht nur direkt an der Fahrerspur, sondern auch irgendwo mitten auf den Zwischenübergängen, dort sind sie leicht mit Fußgängerampeln zu verwechseln. Aber nur für Deutsche, denn Fußgängerampeln in Schottland sind immer direkt neben einem auf dem Fußgängerweg mit symbolischen Männchen und auf Sichthöhe mit Druckknopf und piepen schrill!
In Aberdeen macht "rote Ampeln zählen nicht" übrigens richtig Sinn.
Aberdeen ist eine Küstenstadt, in der mindestens so viele Möwen leben, wie Menschen und die gerne auf Laternen und Ampeln sitzen, um sich zu putzen, zu schauen ("Meins!") oder den wartenden Fußgängern auf den Kopf zu kacken... also die Möwen, nicht die Menschen.


Apropos Straßen

Ja ja, Linksverkehr, weiß ja jeder - ist einfach nichts für schwache Nerven - also meine Nerven. 


Als Beifahrer bin ich bestimmt schon eine Katastrophe, als Fahrer schaffe ich es sogar meinen ansonsten tiefenentspannten Mann einen Adrenalindauerfluss zu versetzen. Ich darf bei unserer Rundreise als als Beifahrer die Landschaft genießen, wenn ich es schaffe den Blick von ein Schlaglöchern zu lösen - wir reden hier von Löchern, die den Lochs (also den tiefen Seen hier in Schottland) maßstabsgetreu verkleinert auf den Straßen nachempfunden sind.
Während also auf der einen Seite Felsen direkt von den Schlaglöchern, die die Seitenlinien kennzeichnen, aufsteigen, schaut man auf der anderen Seite in den dicht bewucherten Abgrund zum Loch.
Als wäre das nicht genug, ist diese zu beiden Seiten stark begrenzte Straße keine Einbahnstraße, sondern ein sogenannter "One Trail with Passing Places" - zu deutsch: Einbahnstraße mit Einbuchtungen.
Das funktioniert hier ganz automatisch und total sozial. Sieht man ein Auto auf sich zukommen, bleibt man beim nächsten wirklich gut platzierten Passing Place stehen und lässt den anderen passieren, dann bedankt man sich noch nett und es kann mit 60 Meilen pro Stunde - ca. 96 km/h weiter gehen. Spannend wird es bei Bussen, Wohnmobilen und Lastwagen - sagt mein Mann, mir reichen alleine die Schlaglöcher bei 20m/ph.
Meine Taktik - Augen zu!

Wetter

Wenn man sich nicht ordentlich informiert, ist man selber schuld!
Schottland ist ganz klar regnerisch, nebelig und kalt! Deshalb sollte man unbedingt wetterfeste und warme Kleidung mitnehmen, auch im Sommer.
Deshalb habe ich auch einen Sonnenbrand und völlig verschwitze Kleidung inzwischen. 


Es mag stimmen, dass man an nur einem Ort verweilend Dauerregen ausgesetzt ist, aber wenn man herum fährt und andere Gegenden besucht, die auch nur 10 Kilometer entfernt von dem Ort sind, an dem es gerade besagte Hunde und Katzen regnet, kann es sein, dass einem strahlender Sonnenschein und (gefühlte) subtropisch anmutende Temperaturen erwarten - vor allem in den Highland, die anscheinend hinter jedem Hügel eine andere Wetterkarte benutzen.
Ich habe großen Respekt vor den Meteorologen hier, denn ihre Vorhersagen stimmen ortsgenau im Abstand weniger Kilometer, dass bekommen deutsche Meteorologen nicht mal ansatzweise so genau berechnet.
Meine Taktik - Zwiebellook und immer, wirklich immer eine Regenjacke dabei haben - und Deo... und Sonnencreme.

Soweit mein erster Eindruck!
Wenn ich verstanden habe, nach welchem Prinzip man hier in Schottland in Restaurants und Bars bestellt, wie man genau die Klospülung betätigt und nach welchen Regeln das Spülen von Geschirr ohne Geschirrspülmaschine funktioniert, werde ich gerne darüber berichten!

Falls euch das interessiert...?!

Passt auf euch auf und bleibt gesund!